"Wir wollen nie stehen bleiben" - So sieht Weiterentwicklung bei InVision aus

Von Stefanie Minter

Steffi: Hallo Sibylle, kannst Du Dich kurz vorstellen?

Sibylle: Gerne, ich bin seit Oktober 2017 bei InVision als Learning & Development Coach im Bereich HR. Zuletzt habe ich als selbstständiger Coach gearbeitet und Unternehmen bei der Mitarbeiter- und Organisationsentwicklung unterstützt. Im Prinzip beschäftige ich mich schon mein ganzes berufliches Leben mit den Themen Weiterentwicklung, Coaching und Kommunikation und ich kann sagen, dass ich hierin wirklich meine Passion gefunden habe.

Steffi: Einen Learning & Development Coach gibt es ja nicht bei jedem Unternehmen. Was genau sind Deine Aufgaben? Kannst Du ein paar Beispiele nennen?

Sibylle: Ich bin Ansprechpartner für alle Themen rund um die persönliche und fachliche Weiterentwicklung. Wenn sich zum Beispiel ein Mitarbeiter fortbilden möchte, aber nicht genau weiß in welche Richtung er gehen will, biete ich mein Coaching an. Aber auch mit persönlichen Themen kann man sich an mich wenden. So kann ich z. B. moderieren, wenn es mal einen Konflikt im Team gibt. Außerdem bringe ich gerne meine langjährige Erfahrung bezüglich der Weiterentwicklung von Soft Skills und Kommunikationskompetenz mit ein und halte zum Beispiel nächste Woche einen Workshop zum Thema Kommunikation. Mir macht dieser Job unglaublich viel Spaß und es ist so schön zu sehen, dass die Leute hier sehr offen für Tipps und Ideen sind.

Sibylle steht an einem Whiteboard und erklärt die Begriffe, die darauf stehen.

Steffi: Wie war denn die erste Zeit hier für Dich?

Sibylle: Bei InVision ist tatsächlich vieles anders und besonders, zum Beispiel der Umgang mit Feedback. Die verschiedenen Formen von Feedback und insgesamt die Feedbackkultur spielen hier eine wichtige Rolle. Als ich zum ersten Mal von dem “Checkpoint-Prinzip” im Vorstellungsgespräch gehört habe (Checkpoints heißen die Feedbacks während der Probezeit), war ich ganz überrascht - hier sollte es also mindestens 5 Mal eine Rückmeldung zu bestimmten Zeitpunkten während der Probezeit geben! Klingt erstmal häufig und - wie ich heute weiß - ist das auch gut so.

Steffi: Das Thema Feedback kann einen ja auch verunsichern. Wie hast Du das empfunden?

Sibylle: Auch wenn es erstmal ungewohnt war, habe ich durch die wertschätzenden und gleichzeitig auch konstruktiven Rückmeldungen meiner Kollegen eine gute Orientierung bekommen. Die Checkpoints verstehen sich hier ausdrücklich als Dialog und nicht als kommunikative “Einbahnstraße” und dienen der Weiterentwicklung des neuen Teammitglieds. Diese gegenseitige Transparenz in der Probezeit habe ich als sehr unterstützend erlebt.

Steffi: Warum sind die Themen Weiterentwicklung und Weiterbildung bei InVision so wichtig?

Sibylle: Lebenslanges Lernen ist ein wichtiger Teil unserer Kultur und auch so in unserem internen Code of Conduct verankert. Wir leben hier ein “Growth Mindset”, d. h. wir wollen nie stehen bleiben, sondern immer besser werden und uns weiterentwickeln. Denn wir sind der Meinung, dass man nur so langfristig erfolgreich sein kann. Daher sind wir allen Formen des Lernens und Wissenstransfers gegenüber sehr aufgeschlossen - sei es der Besuch von guten Konferenzen oder auch einfach der Austausch zwischen Kollegen, die z. B. im Pair arbeiten. Uns ist wichtig, dass jeder Einzelne individuell gefördert wird und wir nicht nach einem standardisierten Programm verfahren.

Sibylle ist mit ein paar Kollegen im Meetingraum und moderiert einen Workshop.

Steffi: Wie genau sieht “Lernen” bei InVision aus?

Sibylle: In der Fachliteratur spricht man von der 70/20/10-Regel, d.h. 70% des Lernens passiert durch “learning on the job”, 20% durch die Zusammenarbeit mit anderen Experten (z. B. Pairing mit Kollegen oder Coaching) und 10% durch externe Angebote. Lernen findet also jeden Tag statt und wird bei uns auch dadurch unterstützt, dass die Arbeitskontexte wechseln, man in interdisziplinären Teams arbeitet oder aber bei unseren Open Spaces, die jeden Freitag stattfinden. Hier hat man die Möglichkeit, an anderen Themen mit anderen Kollegen zu arbeiten und so neue Sichtweisen kennenzulernen. Einmal im Quartal kommen alle Kollegen standortübergreifend zusammen und man arbeitet z. B. mit Amerikanern und Iren gemeinsam an Projekten. Dieser internationale Austausch wird als sehr bereichernd erlebt. Außerdem veranstalten einige Kollegen auch gerne Meetups, um ihr Wissen zu teilen und sich mit Leuten aus anderen Unternehmen auszutauschen. Jeder hat die Freiheit, eigene Formate zu initiieren und zu organisieren und kann sich so sein Netzwerk aufbauen und über spannende Themen und Trends diskutieren.

Steffi: Und was genau ist mit externen Angeboten gemeint?

Sibylle: Das reicht von fachlichen Büchern und e-books, die sich jeder Mitarbeiter auf Firmenkosten bestellen und in unserer “Wohlfühloase” in Ruhe lesen kann, über Workshops und Fortbildungen bis hin zum Besuch von Konferenzen. Das erworbene Wissen und die neuen Inspirationen tragen die Kollegen ja zurück zu InVision und helfen somit auch dem Unternehmen insgesamt immer besser zu werden.

Steffi: Vielen Dank für das interessante Gespräch.

Sibylle: Sehr gerne.

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